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Prinz Joachim war Überraschungsknüller
Heimersheimer Narren starten in Session mit neuer Majestät - SG Landskrone als Tollitätenschmiede
HEIMERSHEIM. Von langer Hand geplant war die Vorstellung des neuen Heimersheimer Karnevalsprinzen kurz vor Mitternacht in der gutbesuchten Landskroner Festhalle. Zugesagt hatte er schon vor einem halben Jahr, und es war auch kein Problem für KG-Chef Albert Becker, dass nach dem Kölsche Jong Prinz Manfred III. nun ein Düsseldorfer die Heimersheimer Narrenbühne beherrschen sollte. Selbst die sonst so gut informierten Karnevalsinsider staunten nicht schlecht, als Prinz Joachim I. (Krotki) im Scheinwerferlicht stand und eine abwechslungsreiche und spannende Session versprach. Nach Prinz Detlef (Greis), Prinz Manfred II. (Prior), Prinz Manfred III. (Schauermann) stellt die SG Landskrone nun mit Prinz Joachim I. die vierte Tollität in Folge und hat nun endgültig die Rolle des prinzlichen Hoflieferanten übernommen. Aber der Abend hatte ja nicht nur den Knüller zu bieten. Pünktlich um 20.11 Uhr erfolgte der Einzug der Konsorten mit Elferrat, Sitzungspräsident Andreas Marquardt, Funkencorps unter neuer Leitung von Jürgen Scholl, Senat (Präsident Sigi Belz), dem Kinderprinzenpaar Fabian I. (Manthey-Odenkrichen)) und Lauren I. (Saess) mit ihrem Adjudanten David Mix sowie Prinz Manfred III. (Schauermann), der ein letztes Mal mit seinem Adjudanten Wolfgang Sion vor die Narrenschar trat. Die Klänge des Spielmannszuges des Funkencorps verkürzten dem scheidenden Prinzen ebenso seine letzten Stunden als Heimersheimer Tollität wie die Auftritte der zwei "Verzellchesmächer", der Tanzformation aus Oberdrees und der Putzfrau aus Ründerroth alias Heinz Baumeister. Für den guten Ton sorgte einmal mehr die Media Combo. Der Abschied fiel Prinz Manfred III. sichtlich schwer. Vielfältige Dankesworte und Präsente an seine engsten Mitstreiter bildeten den Abschluss seiner närrischen Regentschaft, bevor das Publikum für ihn eine letzte Rakete zündete. Nachdem der neue Prinz den Prinzenorden und das närrische Zepter seines Vorgängers erhalten hatte, hielt Prinz Joachim I. seine Antrittsrede und verlas die nun während der Session geltenden närrischen Regeln. Seine närrischen Paragraphen sorgten nicht nur bei den Zuhörern in der Halle sondern auch bei den Verpflichteten für Heiterkeit und Beifall. Der Vorstand der SG Landskrone und der KG-Senat wurden ebenso zu Hand- und Spanndiensten verpflichtet wie der Elferrat, den er zu einem Tauchabend mit Überraschungen einlud. Die Möhnen mit Marlies Rohner an der Spitze sollen in Bademode der zwanziger Jahre für das entsprechende Ambiente sorgen. Großen Beifall fand auch sein Vorschlag, auf dem Heimersheimer Marktplatz ein jährliches Brunnenfest zu veranstalten. Das Tanzpaar Manuela Engels und Michael Frömbgen konnten wegen Erkrankung den Mariechentanz zu Ehren der neuen Tollität leider nicht zeigen. Detlef Greis wird ihn als Adjudant und Kenner der heimischen Karnevalsszene durch die Session begleiten. Die Glückwünsche der Stadt, inklusive Schlüsselübergabe und Scheck für den neuen Prinzen, überbrachte der Beigeordnete der Stadt, Guido Orthen. Die Heimersheimer Honoratioren mit vielen Vereinsvertreter sowie zahlreiche noch amtierende Prinzessinnen und Prinzen der Karnevalsvereine aus dem Stadtgebiet schlossen sich bis weit nach Mitternacht den guten Wünschen auf eine erfolgreiche Session an.
aus Rheinzeitung
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