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Liebe Kinder, Liebe Eltern, Omas uns Opas....
Wie Ihr seht, stehe ich hier ohne einen Prinzen vor Euch - sicher ein ungewohntes Bild. Doch in Zeiten, in denen eine Frau als Bundeskanzlerin Deutschland regieren kann, kann sicher auch eine Kinderprinzessin alleine unser närrisches Dörfchen regieren. Zumal mir das närrische Zepter schon fast mit in die Wiege gelegt wurde. Nach meinem Opa Leo, Tante Babsi, Onkel Dieter und meinem Papa Helmut, bin ich der fünfte närrische Herrscher aus unserer Familie.
Somit gebe ich, Prinzessin Irina l., aus dem Geschlecht derer von Schaefer folgende Paragraphen bekannt:
§ 1. Meine Eltern, Onkel und Tanten, sowie meine Oma und mein kleiner Bruder Leon sind angewiesen in der Fastelovendszeit meine prinzesslichen Anordnungen ohne Murren und Knurren Folge zu leisten. Ferner bitte ich, mich, wegen Zeitmangel, von allen haushaltlichen Pflichten zu befreien.
§ 2. Die Ehlinger Straße, in der ich wohne, heiß ab sofort „Prinzessinen -Allee". Alle Anwohner haben sich bitte ruhig zu verhalten, damit ich meinen Schönheitsschlaf ungestört halten kann.
§ 3. Da ich, sowie all die anderen Akteure im Kinderkarneval, nach unseren Auftritten immer sehr hungrig sind, beantrage ich die Eröffnung einer „Mac Donald Filiale" auf der Ehlinger Straße.
§ 4. Ich besuch die Grundschule in Heimersheim und erkläre auch diese zu meinem Hoheitsgebiet. Während meiner Regentschaft bitte ich alle Lehrer und Lehrerinnen mir den gebührenden Respekt entgegen zu bringen und mich mit „Prinzessin Irina l." anzusprechen.
§ 5. Meine Mitschüler der Klasse 4 „a" bitte ich, mich am Weiberdonnerstag mit meinem Lieblingslied „Ich hab' drei Haare auf der Brust, ich bin ein Bär" gesanglich zu erfreuen. § 6. Die Lehrer der Grundschule werden angehalten, während der Karnevalszeit keine Hausaufgaben mehr aufzugeben, damit die Kinder sich mehr der Brauchtumspflege widmen können. § 7. Für meinen Empfang am Weiberdonnerstag in der Grundschule, wünsche ich mir einen richtigen Thron, damit ich standesgemäß dem Karnevals-Treiben beiwohnen kann. § 8. Alle närrischen Untertanen rund um die Landskron, und ganz besonders alle Kinder sind aufgefordert, sich am Karnevalszug zu beteiligen, damit dies der schönsten Tag in meiner Session wird.
§ 9 Meine Oma wird angehalten, mein Sonntagsgeld für die Dauer meiner Amtszeit zu verdoppeln, so dass ich eine Menge Kamelle für den Karnevalsumzug kaufen kann.
§ 10. Seit Jahren habe ich bei den Kinderfunken getanzt und fühle mich ihnen sehr verbunden. Es wäre schön, wenn sie mich am Karnevalssamstag von meiner Residenz abholen und zu meinem Prunkwagen geleiten würden.
§ 11. Ob groß, ob klein, ob jung, ob alt, wir alle haben bis Aschermittwoch gut gelaunt und fröhlich zu sein, gemäß nach meinem Motto:
“Jeck loss Jecke langs, don laache wenn de laache kanns" Auf alle Jecken hier im Saal rufen wir aus, ein 3 mal kräftiges Heimesche Alaaf! Prinzessin Irina l. Heimersheim, den 22. Januar 2006
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