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Regierungserklärung
se. Tollität Prinz Addi I.
Ich, Prinz Addi I., aus dem Geschlecht derer von Burkert, geboren im Jahr des Herrn 1954, bin auf Umwegen erst die Ahr rauf bis Ahrbrück, dann runter bis Kripp, schließlich in Remagen gelandet. Dort bin ich auf das Leben vorbereitet und in das selbige eingeführt worden. Nach Ableistung meiner Sturm- und Drangzeit musste ich umziehen. Als Rhein – Ahrischer Jung und 54. Prinz in der 56. Session übernehme ich mit sofortiger Wirkung das Ruder über das Narrenschiff von Heimesche und ordne folgendes an :
- § 1 Da ich aus dem Land der Reibekuchen komme und während der Session keine Zeit haben werde, um dieselbigen beim Franz essen zu können, wird der Senat verpflichtet, für mich und meinen Adju einen Reibekuchentag zu zelebrieren.....wir bringen auch noch ein paar Freunde mit !
- § 2 Der Ehlinger Kapellenvorsteherin (jeder kennt et Löhrsch Irm..) trage ich auf, mich morgens mit Glockengeläut zu wecken, damit ich meine Termine nicht verpasse.
- § 3 Um keine Ermüdungserscheinungen während der Session zu erleiden ordne ich an, das die Heimesche Möhne mich fit halten in Form eines Nordic-Walking Programms. Dabei sind die Stöcke in den Traditionsfarben Rot-Weiß zu schmücken. Ort und Termin werden mit dem Coach Marlis Rohner (Obermöhn) abgesprochen.
- § 4 Damit die Möhnen nicht so alleine sind sollen die Funken das Fitnesstraining musikalisch unterstützen. Hierbei sind die Musikinstrumente Rot-weiß zu schmücken. Tanzende Truppe und Begleitchor haben ebenfalls daran teil zu nehmen.
- § 5 Den Elferrat, dem ich selbst angehöre, fordere ich auf, mich mit allen Mannen, aber mindestens 11, zu allen Auftritten, sogar bei den kleinsten, wie dem Kaninchenzüchter- oder Taubenzüchterverein, zu begleiten.
§ 6 Meine Nachbarschaft, der Hahnekönig von Ehlingen und alle Ehlinger Pänz, haben die Straße meiner Narrenburg „prinzengerecht“ zu schmücken.
- § 7 Die Junggesellen werden verpflichtet, während meiner Regentschaft, die Vaterschaft über meine Tochter zu übernehmen, damit nix drankütt. Ich habe nämlich keine Zeit, mich dodröm auch noch zu kümmere.
- § 8 Meinem Sohn Christian, der in Diensten der Ahr-Winzer steht, trage ich auf, dafür Sorge zu tragen, dass immer ein entsprechender Vorrat vom besten Rebensaft vorhanden ist. Et künnt jo jemand kumme ....und außerdem han ich auch Dursch!
- § 9 Da ich bei den Kellerkindern der 1. Vors. und bei den Schützen inaktives Mitglied bin,(darum habe ich da auch nichts zu sagen,) haben beide Vereine am „ heiligen Karnevalssamstag „ im Zoch als Geleit vor dem Prinzenwagen mächtig zu Stimmung machen und den Prinzen anzukündigen.
- § 10 De Römersch Ewald, als konzessionierter Karnevalszugtraktorfahrer,hat mich und minge Adju heil durch die Straßen von Heimesche zu fahren.
- § 11 Mein Chef hat dafür Sorge zu tragen, dass während meiner Regentschaft mein Bürostuhl entfernt und gegen einen Thron ausgetauscht wird. Weiterhin hat er zu veranlassen, dass mir die weiblichen Mitarbeiter des Amtes täglich in der NATO-Pause einen Muntermacher servieren.
Domet ihr Jecke, un esch als eure neue Prinz, en super Session han, fangeme höck schon domet an, no mingem Motto
„Hätzlich lache un jecke Tön, dat es Heimesche, dat es schön“
Met Dreimol Heimesche Alaaf Euer Prinz Addi I.
Verlesen und verkündet zu Heimersheim am 11.11.2006
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