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Ohne die sieben Zwerge geht nichts
Heimersheimer Jecken feiern ihre Tollitäten mit einem bunten Lindwurm - Die "Kellerkinder" geben Prinz Addi Burkert das Geleit, denn schließlich ist er ihr Chef.
Schon von weitem ist der Ahrweiler Spielmannszug zu hören. Die Karnevalsjecken, die sich schon lange vor 14.11 Uhr die besten Plätze am Straßenrand gesichert hatten, wissen, nun ist es so weit: Der Heimersheimer Karnevalszug hat sich in Bewegung gesetzt. Der Spielmannszug führte in diesem Jahr nämlich den Umzug an. "Auf allen Meeren sind wir der Schrecken", hieß es bei den Nierendorfer Jecken, die als Piraten verkleidet die Straßen unsicher machten. Angerollt kamen die Mitglieder des TTV Ehlingen. In "Starlight Express"-Manier tauschten sie Turn- gegen Rollschuhe. weiter hinter den Bildern
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Bunt ging es bei den Karweiler Möhnen zu. In grelle Neonfarben gekleidet gingen sie als "Paradiesvögel" im Zug mit. Blau und Weiß waren die vorherrschenden Farben beim Stammtisch Herrlicher Fernblick, denn ihr Motto war das Münchener Oktoberfest. Da fehlten auch die Lederhose und das Maß Bier nicht. Als Micky-Mäuse waren die Heimersheimer Möhnen verkleidet, und beim Nierendorfer Stammtisch hieß es "Fiesta Mexicana". Der Heimersheimer Stammtisch "Südseite" ließ die Eiszeit wieder zum Leben erwachen. Ein riesiges Mammut zierte ihren Wagen. Ganz "Feuer und Flamme" waren die Elferratsfrauen der KG Närrische Landskrone. Und bei "Rio Palace" hieß es "Rock This Party". Allerdings "rockte" da nicht nur die "Party", sondern auch der Wagen gleicht mit. Die Karnevalisten hatten sich wieder einiges einfallen lassen, ob Biene Maja, Hunnen, Lummerland, Cowboy und Indianer oder Geishas. Das wohl beliebteste Thema war allerdings "Sieben Zwerge". Gleich fünf Mal war das Motto vertreten. Und zu einem ordentlichen Karnevalszug gehört selbstverständlich auch viel Musik. Die Spielmannszüge und Musikgruppen kamen aus dem gesamten Kreis - Bad Bodendorf, Bengen, Kirchdaun, Löhndorf, Sinzig und natürlich der Spielmannszug der Heimersheimer Feuerwehr selbst. Auch Weinkönigin Pia Scholl gesellte sich in die Reihen der Narren. Als die Jecken dann den Wagen des Kinderprinzenpaares Chantal Alfter und Yanik Saess sahen, wussten sie, dass es nicht mehr lange dauern konnte, bis der Karnevalszug seinem Höhepunkt entgegenkam. Dem Kinderprinzenpaar folgten allerdings noch die Funken, der Elferrat und der Senat der KG Heimersheim, letzterer in Begleitung von Landrat Jürgen Pföhler. Aber dann war es so weit. Die "Kellerkinder" kündeten ihn lautstark an, Prinz Addi Burkert. Dass sie in diesem Jahr dem Prinzenwagen direkt vorausgingen, hatte auch seine Gründe. Denn Prinz Addi Burkert ist der Vorsitzende der "Kellerkinder" und hatte in seiner Regierungserklärung eigens verfügt, dass sie im Karnevalszug als Geleit vor dem Prinzenwagen gehen sollten. aus kamelle.de
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